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Befunde im Audit verstehen

Welche Kategorien ein Audit prüft, warum das Tracking immer zuerst kommt und weshalb bei 0 Conversions keine Euro-Schätzung erscheint.

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Ein Audit liefert Befunde, gruppiert nach Kategorien. Dieser Artikel erklärt, was sie bedeuten und wie du sie gewichtest. Den ersten Bericht liest du Schritt für Schritt in Ersten Audit lesen.

Die Kategorien

  • Tracking: Wird gemessen, was du messen willst? Geprüft werden Conversion-Erfassung und Messbarkeit, außerdem erweiterte Conversions für Leads und die Bedingungen für Kundendaten, primäre Conversion-Aktionen ohne Conversions in den letzten 90 Tagen, eine Lead-Formular-Aktion ohne Lead-Formular und Kontaktwege, die nur als sekundäre Aktion zählen. Konnte etwas nicht geprüft werden, steht das als eigener Hinweis da.
  • Streuverlust (Wasted Spend): Budget, das für Suchbegriffe oder Anzeigen ausgegeben wird, die keinen Ertrag bringen.
  • Gebote und Budget: Passen Gebotsstrategie und Tagesbudget zur Datenlage? Geprüft werden je aktiver Kampagne Strategie und deren Status (etwa Lernphase), Budget-Auslastung und ob Reichweite eher am Budget oder am Rang (Gebot und Qualität) verloren geht. Bei 0 Conversions gibt es kein Gebotsurteil, sondern den Verweis aufs Tracking.
  • Geo und Anzeigenzeiten: Standorte und Tageszeiten, die ungewöhnlich viel oder wenig leisten. Kosten in einem Land, auf das die Kampagne selbst ausgerichtet ist, zählen nie als Streuverlust.
  • Zielgruppen: Zielgruppen-Einstellungen und ihre Wirkung.
  • Marke: Konkurrieren Marken- und Nicht-Marken-Kampagnen um dieselben Suchen (Kannibalisierung)?
  • Landingpage: Landen Anzeigen auf der passenden Seite?
  • Anomalien: Auffällige Ausreißer im Tagesverlauf bei Kosten, Klicks, Impressionen, Conversions, CTR und CPC, für das Konto und jede aktive Kampagne. Erkannt werden etwa ein Conversion-Ausfall bei normalen Klicks (Hinweis auf kaputtes Tracking), ein Auslieferungsstopp und Kostensprünge. Reichen die Daten nicht, sagt Helferlain das, statt zu urteilen. Anomalien lassen sich per Assistent abfragen (siehe Claude, ChatGPT und Cursor nutzen).

Was im Bericht steht

Oben siehst du Kennzahlen der letzten 30 Tage (Ausgaben, Conversions, CPA) und einen geschätzten Betrag, der sich pro Monat zurückholen ließe. Darunter folgen die wichtigsten Maßnahmen, die Befunde je Kategorie, eine Roadmap und Muster, die du vermeiden solltest.

"Tracking zuerst"

Alle Euro-Aussagen eines Audits hängen an deinen Conversion-Daten. Sind sie falsch oder fehlen sie, ist jede Optimierung darauf Raten. Deshalb gilt:

  1. Hat das Konto 0 Conversions, steht der Tracking-Befund ganz oben.
  2. Ist das Tracking auffällig, werden davon abhängige Befunde herabgestuft.
  3. Die Überschrift nennt es klar, etwa: Oberste Priorität: 0 Conversions bei X € Kosten und Y Klicks, zuerst Conversion-Tracking prüfen.

Behebe also zuerst das Tracking, führe dann einen neuen Audit aus und arbeite erst danach die übrigen Befunde ab.

Warum bei 0 Conversions keine Euro-Schätzung kommt

Hat ein Konto im Zeitraum keine Conversions, wäre jede Rechnung wie "Du verschwendest X Euro" nur ein Rechenergebnis aus der Null. Helferlain lässt solche Schätzungen deshalb weg und rechnet sie in keine Summe ein. Stattdessen steht ein Hinweis, dass die Schätzung nicht belastbar ist. Dasselbe gilt für:

  • Geo- und Stunden-Auswertungen: keine Aussage zu Streuverlust möglich.
  • Gebote und Budget: Gebotsänderungen erst nach der Tracking-Prüfung.

Das ist gewollt. Ein fehlender Betrag heißt nicht, dass nichts im Argen liegt, sondern dass die Datenbasis fehlt.

So gehst du vor

  1. Lies zuerst den Tracking-Befund, falls es einen gibt.
  2. Arbeite die übrigen Befunde in der Reihenfolge der Roadmap ab.
  3. Fang mit Maßnahmen mit geringem Risiko an (siehe Änderungen freigeben).
  4. Wiederhole den Audit nach einigen Tagen und vergleiche.

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